Hallo,
hier erfahrt Ihr, was wir so unternommen haben und was im laufenden Jahr noch so anliegt, erfahrt Ihr unter Wettkämpfe.
... übrigens, wer Interesse hat, kann donnerstags zum Training vorbeischauen (19:00 Uhr, Ruderhaus am Spreebogen) - wir suchen noch motivierte Mitstreiter/innen
Ein Kindheitstraum wird wahr – Gold bei der EM
Unsere Gabi, schon als Kind mit dem Wassersport verbunden, besuchte sie die KJS in Magdeburg und war danach lange Jahre als Betreuerin nur passiv dem Sport treu.
Als 2008 das Fürstenwalder Löschboot sie bat, beim FüwaRace in einem Drachenboot mitzufahren, holte sie ihre aktive Vergangenheit wieder ein. Ihr Ehrgeiz wurde geweckt und sie sah sich nach Teams um, die mehr wollten. Also sprach sie ein Jahr später unseren Jense (Trainer) an, um mitzutrainieren, denn sie wollte wieder das Gefühl gegen sich selbst zu kämpfen spüren.
Mit über 50 Jahren aktiv und eine der Wenigen, die durch die Teamchefin der Grand Dragon Women Nationalmannschaft zum Leistungstest für die 9. Europameisterschaften für Drachenboote vom 13. bis 15. August 2010 nominiert wurde. Unterstützung und Zureden bekam sie dabei natürlich von uns und Freunden. Am letzten Juni-Wochenende musste sie daher dann auch ins Trainingslager; danach stand fest, sie fährt als einzige Ü 50 Frau aus dem Land Brandenburg zur EM und tritt gegen die besten Paddlerinnen aus 13 anderen Nationen an.
Ein Kindheitstraum wird wahr; eine Teilnahme an internationalen Wettkämpfen.
Und dann ging es los. Am 11.8. 2010 um 01:45 Uhr von Fürstenwalde zuerst nach Berlin, weitere Paddler einladen, weiter nach Schwerin, wo sich das gesamte Team traf, um mit dem Bus nach Amsterdam zu fahren.
In Amsterdam angekommen, hieß es, Hotel beziehen und danach sofort zum Training auf die Bosbahn, der Regattastrecke, der frisch renovierten Olympia-Anlage von 1928. Aber das Boot lief überhaupt nicht, kein Einklang, kein Rhythmus, kein Druck im Boot. Alle waren frustriert, aber die Teamchefin motivierte jede Einzelne neu, setzte das Boot noch mal komplett um. Das nächste Training lief gleich viel besser und die Hoffnung auf mehr war wieder da.
Donnerstag wieder Training, vertraut machen mit dem Wasser. Alle mussten noch mal zeigen, was sie leisten können. Nach dem Training eröffnete die Teamchefin, dass die Bootsbesetzung über die 2000m erst am Freitag kurz vor dem Start bekannt gegeben wird. Das große Zittern begann, auch für Gabi, denn das Verfolgungsrennen war ihre Lieblingsstrecke und sie wollte unbedingt dabei sein.
Am Freitag ging es dann um 14:00 Uhr mit der großen Eröffnungsfeier los. Alle 14 Nationen fuhren mit Ihren Drachenbooten und Nationalflaggen die Bosbahn herunter. Ein tolles und schönes Fest und ein unbeschreibliches Gefühl machte sich breit.
Um 16:00 Uhr wurde die Bootsbesetzung bekannt gegeben, Gabi sitzt im Boot und schwört alles zu geben. Alle Nationen und Bootsklassen (Männer, Frauen, Mixed) starteten im 12 sec. Abstand zu ihrem Verfolgungsrennen. Es wurde alles gegeben und es hat sich ausgezahlt - Gold - und die Frauen waren nicht mehr zu halten. Eine Goldmedaille bei der EM und das mit über 50 Jahren. Die Siegerehrung war überwältigend, alle hielten sich an den Händen und beim Erklingen der Hymne liefen die Tränen.
Am Samstag und Sonntag wurden auch noch die 200m und 500m gefahren. Und auch hier konnte das deutsche Grand Dragon-Team als Erste über die Ziellinie fahren.
Ihre erste aktive Europameisterschaft - dreimal Gold -, aber richtig realisieren kann Gabi es noch nicht richtig.
Mit einem herzlichen Empfang von uns wurde sie dann auch wieder zu Hause aufgenommen. Als Dank für unser hartes Training überreichte sie unserem Jense und unser Manu ein persönliches Mitbringsel und für den Rest der Bande etwas zum Begießen.
Bei den Deutschen Meisterschaften des DKV in Duisburg am nächsten Wochenende wird sie dann aber wieder mit uns unterwegs sein und versuchen, vorne mitzufahren.
Das 7. Drachenbootrennen Klein Körisstartete neben dem Mixed-Team mit zwei Premieren für uns. So gingen das von Manu und Franzel initiierte reine Mädels-Team „Monsterbody´s“ und das von unserem Mutti benannte Männer-Team „Die tollen Hechte“ als Open-Boote an den Start.
Doch bevor diese Beiden zum Einsatz kamen, fuhr erstmal das Mixed-Boot seinen ersten Vorlauf souverän nach Hause. Nach einer kurzen Erholungspause war dann das Männer-Boot, bestehend aus den Quereinsteigern und uns, gefordert. Noch nie gemeinsam gefahren, war die Spannung groß. Einmal kurz den Start geübt und alle merkten, das könnte klappen – und so war es auch. Erster mit einer guten Zeit. Dann waren die Mädels gefordert. Da es insgesamt 4 Damen-Teams gab, fuhren diese ihre beiden Vorläufe mit den anderen Mixed-Teams. Der Veranstalter ließ den direkten Kampf erst im Halbfinale zu. Auch die Mädels waren ein bunter Haufen, aber wenigstens mit mehr Training dank Franzel. Bestehend aus dem Löschboot Fürstenwalde, den Quereinsteigern/ Köpenicksen, dem Shrimpskutter und den SpreeCoyoten fuhren sie eine beachtliche Zeit und ließen so manches Mixed-Team hinter sich.
Im zweiten Vorlauf das gleiche Bild, nur dass die Mädels in ihrer Kategorie die Tagesbestzeit fuhren.
In den Halbfinals am Nachmittag änderten sich aufgrund merklich schlechterer Wetterbedingungen auch die Zeiten. Im Schnitt fuhren alle Boote ca. 1-2 sec. langsamer. Während die Männer als auch das Mixed-Team ihr Rennen gewinnen mussten, sollten die Mädels einen ruhigen Lauf hinlegen, da sie sich eh für das Finale qualifiziert hatten.
Im Finale war es dann bei der Startfolge wie auch schon den ganzen Tag, alle drei Boote mussten direkt hintereinander fahren. Zuerst starteten die Mädels und machten es mehr als eng. Am Ende sollte es in einem dramatischen Kampf dann aber doch knapp am Pokal vorbei sein. „Die bösen Tanten“ siegten mit einer Zehntel vor den Monsterbody´s. Dritter wurde das Fürstenwalder Damen-Team „Spreeamazonen“.
Direkt nach den Mädels waren die tollen Hechte gefordert. Nach einem etwas verkorksten Start musste der Streckenschlag alles herausholen. Ca. 40 m vor dem Ziel wurde der Endspurt begonnen, der die Entscheidung bringen sollte. Und es hat gereicht. Vor dem „Füwa Express 1“ und „Keine Ahnung…?!“ ging es ins Ziel.
Für die Jungs hieß es nun umsteigen, denn die Mädels warteten schon, um im Mixed-Finale auch noch was zu reißen. Dort ging es dann auf einer der Innenbahnen gegen die fünf Schnellsten der Halbfinals. Unser direkter Gegner, die uns in den Open-Booten unterstützenden Quereinsteiger, neben uns. Vom Start weg standen sich alle Teams in nichts nach. Die letzten Meter sollten es dann bringen, aber leider mussten wir uns doch den wesentlich frischeren Quereinsteigern geschlagen geben. Glückwunsch Telschi, Dein Plan ist aufgegangen.
Nun hieß es aber schnell aussteigen, Zelt einpacken und ab zu Marion und Schulle zur Party. Während die Hälfte des Teams schon mal voraus fuhr, absolvierte der Rest im Dauerregen die knapp zweistündige Siegerehrung, um dann nachzukommen.
Der Tag in Köris endet somit mit zwei zweiten und einem ersten Platz. Herzlichen Dank an die vielen helfenden Hände, die den Tag zu einem Erlebnis gemacht haben. Und das alles ohne Möwe Clara.
Nun geht es an die Vorbereitungen für die Deutsche Meisterschaft in Duisburg.
Bis dahin
Euer heiserer Güh
Euer heiserer Güh
15. Warnemünder DB Festival
Deutschland hat den Kraken Paul – wir haben die Möwe Clara!
Wieder was erledigt. Bei tropischen Temperaturen paddelten wir am 10. und 11.07.2010 zum ersten Mal beim 15. Warnemünder Drachenbootfestival. Gemeinsam mit den E.on Edis Starkstromern wollten wir Fürstenwalde so gut als möglich vertreten.
Tag eins kann man eigentlich leicht beschreiben. Zum Strand – paddeln - zum Strand - paddeln… und abends ein kleiner Umtrunk. Mit insgesamt guten Zeiten brachten wir uns mit einem bescheidenen zweiten Vorlauf selbst um eine mögliche bessere Platzierung. Wir durften immerhin als bis dahin in der Addition 13. schnellstes Team in den sogenannten B-Cup. Dann änderte sich der Modus und nicht mehr die Zeiten sondern die Platzierung entschied um den Einzug ins Finale. Da uns am Samstag die Möwe Clara noch nicht gefunden hatte, kamen wir in den deutlich schnellsten Zwischenlauf und wurden mit einer Zeit, die in allen anderen Zwischenläufen unseres Cups zum Sieg gereicht hätte, nur Dritter. Also nur kleines Finale. Leicht demotiviert reichte es auch dort nur zum Platz 3. In der Endabrechnung ergab das Platz 19 von 85 startenden Teams. Eigentlich ganz anständig.
Am Sonntag sollte aber alles besser werden. Clara, die Möwe war endlich da! Clara sah Schulle und wusste instinktiv: Das ist ER! Drei Tage Verdauungsprobleme lösten sich bei Clara und segneten Schulle. Ab diesem Augenblick war uns bewusst, dass wir an diesem Sonntag zu Höherem berufen waren. Ständig auf Bahn 1 startend (wir glauben, nein, wir wissen, diese Bahn war einfach die Schnellste am Sonntag), kamen wir irgendwie als zeitschnellster Zweiter ins A Finale. Ich weiß nicht wie, aber plötzlich waren wir Dritter bei diesem starken Teilnehmerfeld geworden!
Clara, am 07.08.20.10 starten wir in Klein Köris! Da kann der Schulle zwar nicht, aber unser Jens sieht von oben genauso aus.
